Aktuelles
Unsere Katzen haben sich bitterlich darüber beschwert, dass sie selber putzen müssen. Ein Beweisfoto haben sie beigelegt. Sie sind der Meinung, sie hätten Unterkunft mit Vollpension und Rahmenprogramm gebucht und wir müssten alles erledigen.
Wir haben in einer Einwohnerversammlung klargestellt, dass wir keine reine Altenpflegeeinrichtung sind, sondern von allen Tieren, die dazu noch in der Lage sind, erwarten, dass sie die tägliche Körperpflege in Eigenregie durchführen.
Sind das nicht wunderhübsche Jungkatzen?
In der vergangenen Woche wurden etliche Maikatzen aus verschiedenen Würfen bei uns abgegeben.
Einen Chip haben sie schon erhalten. Sobald sie kastriert und geimpft sind, werden sie vermittelt.
Noch schauen sie etwas scheu in die Welt. Uns ist es immer am liebsten, wir erhalten die Katzen früher, damit sie schneller sozialisiert werden.
Unser Tierheim ist 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar. Theoretisch. Praktisch gibt es Technik, die manchmal nicht so will wie wir. Und gibt es Funklöcher.
Natürlich sitzt bei uns niemand 24 Stunden im Büro. Wir arbeiten deshalb seit Jahren erfolgreich mit einer Rufumleitung auf's Handy. In den Wäldern, den Ortschaften und auf den Fahrstrecken rund um unser Tierheim bis hin zur Autobahn in Wolllin tummeln sich aber etliche Funklöcher.
Dann kann uns niemand erreichen. Auch wenn auf der Leitung bereits gesprochen wird, nimmt niemand entgegen. Sie hören dann ein Freizeichen - obwohl eigentlich besetzt ist.
An solchen Tagen hadern wir sehr mit unserer Arbeit.
Lisa hatte schon seit Wochen Probleme, die unsere Tierärztin nicht mehr abwenden konnte. Ganz grau war ihr Gesicht geworden. Das Alter war einfach da. Sie konnte manchmal nicht mehr aufstehen und mochte nicht mehr essen. Dann wieder wackelte und taumelte sie umher. Zwischendurch gab es Stunden, in denen sie doch wieder locker umhersprang und ihr Futter gut annahm.
Für uns ein schlimmes Auf und Ab der Gefühle für die Entscheidungsfindung.
Es war eigentlich schon lange Dienstschluss, als unsere Mitarbeiter sich abmeldeten. Gegen 20 Uhr wollten sie endlich nach Hause.
Da stand ein Mann vor dem Eingang: mit mehreren Kartons voller kleiner Katzen. Ein Nachbar fing Katzennachwuchs ein und brachte sie um. Damit der Nachbar nicht weiter tötet, fing der Mann nun selbst Katzen ein und brachte sie zu uns. Darüber freuten wir uns natürlich sehr.
Heutzutage kann man auch Lebensmittel online bestellen oder in mancher Filiale vor Ort anrufen und sich die gewünschten Produkte direkt nach Hause liefern lassen.
Das ist doch schön bequem.
Und wenn man das Tierheim Verlorenwasser ist, bekommt man die ganze Ware sogar geschenkt.
Also wenn das keine Service ist.
Die netten Mitarbeiter von Edeka aus Beelitz brachten einen großen Anhänger voller guter Dinge. Der Futttersammelcontainer, in den Kunden eine Spende für uns werfen, wurde geleert und noch durch Edeka-Beelitz aufgestockt.
Zu unserer großen Freude können wir vermelden, dass es mit der Fundmieze aufwärts geht. Sie frisst und trinkt völlig selbständig. Das Auge sieht schon besser aus und die Schwellungen sind zurückgegangen. Man kann es hoffentlich auf den Fotos auch erkennen. Sie steht inzwischen zeitweise von allein auf und kann sich besser auf ihren Beinchen halten.
Hier die erste Fotostrecke zum Vergleich: http://www.tierheim-verlorenwasser.de/aktuelles/3993-niemand-zustaendig.html
DANK ALLEN SPENDERN. OHNE SIE KÖNNTEN WIR KEINEM TIER HELFEN.
Wenn unsere Tierpfleger morgens zur Arbeit kommen, gehen sie als erstes eine Runde mit den Hunden, damit diese sich lösen können.
Dann wird gefüttert und die Reinigungsarbeiten beginnen. Das ist sehr anstrengend, denn man muss schnell sein und viel Körperkraft aufwenden, um alles zu schaffen: Katzenklos säubern, Hundekot einsammeln, Fressnäpfe und Wassernäpfe einsammeln, abwaschen, neue Wassernäpfe füllen und reinstellen, alle Decken tauschen und waschen; alle Körbchen, Böden und Wände schrubben, abziehen, trocknen, desinfizieren, wieder trocknen und alles neu einrichten.
Sowohl Hunde als auch Katzen sollten unbedingt alle gechipt sein. Nicht nur Freigänger, sondern selbst Wohnungskatzen können mal entwischen.
Ein Microchip - oder auch Transponder genannt - hat eine Ziffernfolge gespeichert und wird in einen kleinen Glaskörper eingeschmolzen. Jede Ziffernfolge ist weltweit nur einmal vergeben. Mit Hilfe eines Injektors wird der Chip unter der Haut des Tieres platziert - meist an der linken Halsseite. Das verursacht keine Schmerzen.


